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LinkedIn Profil optimieren: Checkliste für Unternehmer

Von gefragter.

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6 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein LinkedIn Profil optimieren heißt für Unternehmer vor allem eins: den Drei-Sekunden-Test bestehen. Wer über einen Kommentar auf Ihr Profil kommt, sieht zuerst Profilbild, Slogan und Banner. Danach muss klar sein, was Sie anbieten und für wen. Erst wenn das sitzt, lohnt sich die Arbeit an Info-Text und Erfahrung, denn bis dorthin scrollt nur, wer oben überzeugt wurde.

Kurz gesagt

Ein LinkedIn Profil optimieren heißt für Unternehmer vor allem eins: den Drei-Sekunden-Test bestehen. Wer über einen Kommentar auf Ihr Profil kommt, sieht zuerst Profilbild, Slogan und Banner. Danach muss klar sein, was Sie anbieten und für wen. Erst wenn das sitzt, lohnt sich die Arbeit an Info-Text und Erfahrung, denn bis dorthin scrollt nur, wer oben überzeugt wurde.

Der Drei-Sekunden-Test

Stellen Sie sich die Situation einmal ganz konkret vor. Sie schreiben einen klugen Kommentar unter den Post eines bekannten Kollegen aus Ihrer Branche. Sagen wir mal, ein paar Hundert Leute lesen ihn, und eine Handvoll tippt auf Ihren Namen, weil sie wissen wollen, wer da so schreibt.

Diese Handvoll ist das Wertvollste, was LinkedIn Ihnen an diesem Tag schenkt. Sie gibt Ihnen ungefähr drei Sekunden.

Den Test machen Sie so: Öffnen Sie Ihr Profil auf dem Handy, geben Sie es jemandem, der Sie nicht gut kennt (die eigene Partnerin oder der Azubi), und nehmen Sie es nach drei Sekunden wieder weg. Dann fragen Sie: „Was macht die Person, und für wen?“ Wenn die Antwort „irgendwas mit Beratung“ lautet oder nur Ihr Jobtitel wiederholt wird, sind Sie durchgefallen. Die meisten Profile, die wir uns zum ersten Mal ansehen, fallen durch. Auch die von Leuten, die fachlich richtig gut sind.

Gerade die, eigentlich.

Warum Profilbesuche allein nichts bringen

Bei einem unserer Partner kamen in sieben Tagen 1.302 Profilansichten zusammen, bei 31.749 Impressions. Das ist viel, und es ist das, worauf die meisten hinarbeiten, wenn sie anfangen, auf LinkedIn zu posten.

Nur bezahlt eine Profilansicht keine Rechnung. Stellen Sie sich diese 1.302 Menschen vor, wie sie auf einem Profil landen, auf dem „Geschäftsführer bei Muster GmbH“ steht, darüber ein graues Standardbanner, darunter ein Info-Text, der mit „Seit über 15 Jahren“ beginnt. Die allermeisten gehen wieder. Nicht, weil sie kein Interesse hätten, sondern weil ihnen niemand gesagt hat, warum sie bleiben sollten.

Darum sagen wir Partnern, die mit Posts loslegen wollen, ziemlich hartnäckig: zuerst das Profil. Reichweite auf ein Profil zu lenken, das nicht erklärt, was Sie verkaufen, ist ungefähr so, als würden Sie Flyer für ein Geschäft verteilen, an dem kein Schild hängt.

Woran man ein Bewerbungsprofil erkennt

Es gibt ein paar Muster, die wir so oft sehen, dass wir sie inzwischen nach wenigen Sekunden erkennen. Der Slogan besteht aus Jobtitel und Firmenname, manchmal ergänzt durch eine Reihe von Fachbegriffen mit senkrechten Strichen dazwischen. Der Info-Text erzählt den Werdegang von hinten nach vorn. Unter Erfahrung stehen Aufgaben („Verantwortung für den Vertrieb in der Region Süd“) statt Ergebnissen für Kunden, und bei den Kenntnissen ganz oben „Microsoft Office“.

Und dann der grüne Rahmen mit #OpenToWork um das Profilbild, bei Selbstständigen, die eigentlich Aufträge suchen. Der sagt jedem Besucher: Diese Person sucht einen Job. Wenn Sie Projekte oder Kunden suchen, nehmen Sie ihn raus.

Wer so ein Profil hat, hat beim Anlegen meistens einfach brav die Felder ausgefüllt, nach denen LinkedIn gefragt hat. Kein Vorwurf, nur eben höchste Zeit für eine zweite Runde.

Die Checkliste

Nicht alles hier ist gleich wichtig. Die ersten Punkte entscheiden über den Drei-Sekunden-Test, der Rest darüber, ob aus einem Besucher eine Anfrage wird.

  • Slogan: Sagt er, wem Sie wobei helfen? Vorne muss etwas stehen, das hängen bleibt, weil unter Kommentaren nur der Anfang zu sehen ist. Wie man ihn baut, steht im Artikel zum LinkedIn Profil-Slogan. Ob Ihrer schon taugt, sagt Ihnen unser kostenloser Slogan-Check in einer Minute.

  • Banner: ein Satz zu Angebot und Zielgruppe statt Skyline. Maße und Beispiele im Artikel LinkedIn Banner.

  • Die ersten Zeilen im Info-Text. Mehr sieht vor dem „mehr anzeigen“ kaum jemand, also gehört dort das Problem Ihres Kunden hin und nicht das Gründungsjahr Ihrer Firma.

  • Aktuelle Position ist Ihre eigene Firma, beschrieben aus Kundensicht.

  • Featured: mindestens ein Beleg und ein Weg zu Ihnen, zum Beispiel ein Terminlink. Ein leerer Featured-Bereich ist ein verschenkter Platz direkt unter dem Info-Text.

  • Kontaktinfos mit Website, und wenn Sie mögen, einer Buchungsseite.

  • Kenntnisse: die fünf, für die man Sie bezahlt, nach oben. Den Rest dürfen Sie behalten, er stört nur nicht mehr.

  • Alte Rahmen und veraltete Positionen raus. Wer sich vor drei Jahren selbstständig gemacht hat und immer noch beim alten Arbeitgeber als aktuell geführt wird, verwirrt jeden Besucher.

Welches Profilbild wirkt auf LinkedIn seriös?

Die ehrliche Antwort: eins, auf dem man Sie erkennt. Klingt banal, aber erstaunlich viele Unternehmer nutzen ein Foto, das zehn Jahre und einige Kilo zurückliegt, oder einen Ausschnitt vom Firmenevent, bei dem noch eine fremde Schulter im Bild ist.

Was wir bei Partnern empfehlen, ist kein Hexenwerk. Ihr Gesicht sollte den Großteil des Kreises füllen, das Licht von vorn kommen, am besten Tageslicht vom Fenster. Hintergrund ruhig, gern in einer Farbe, die sich vom Banner abhebt, damit der Kreis nicht in der Fläche verschwimmt. Kleidung so, wie Sie zum ersten Kundentermin gehen würden, nicht wie zur Hochzeit.

Bei KI-generierten Bewerbungsfotos sind wir übrigens skeptisch. Die sind schnell gemacht und sehen auf den ersten Blick ordentlich aus, aber die Haut ist zu glatt und das Lächeln irgendwie von niemandem. Und spätestens beim ersten Videocall merkt Ihr Gegenüber den Unterschied. LinkedIn selbst erklärt in der Hilfe zum Profilfoto, wie Sie Ihr Bild zuschneiden und wer es sehen darf. Prüfen Sie dort kurz, ob es für alle LinkedIn-Mitglieder sichtbar ist und nicht nur für Ihre Kontakte, sonst sieht ausgerechnet der Besucher aus dem Kommentar nur einen grauen Kreis.

Wenn Sie heute nur eine Stunde haben

Nehmen Sie den Slogan. Wirklich nur den.

Der Slogan läuft unter jedem Kommentar mit und taucht in jeder Vernetzungsanfrage auf, die Sie verschicken. Eine Stunde an diesem einen Satz bringt mehr als eine Stunde, verteilt auf zehn Baustellen. Banner und Info-Text nehmen Sie sich in der Woche darauf vor, Featured und Kenntnisse irgendwann, wenn es regnet.

Wer sehen will, wie so eine Überarbeitung im Ganzen aussieht, findet in unseren LinkedIn Profil Beispielen einen Vorher-nachher-Fall, bei dem ein Slogan im Check von 5 auf 100 Punkte gestiegen ist.

Selbst machen oder abgeben

Ein Profil selbst zu überarbeiten, ist absolut machbar, und mit der Checkliste oben kommen Sie weit. Schwer ist eigentlich nur, über sich selbst von außen zu schreiben, das fällt fast jedem schwer, uns übrigens auch beim eigenen Profil.

Wenn Sie das lieber abgeben: Die LinkedIn-Profiloptimierung kostet einmalig ab 449 €. Wir starten mit einem Briefing-Gespräch und liefern danach alle Texte fertig formuliert, vom Slogan bis zum Featured-Bereich, das Banner gleich mit. Auf Wunsch bauen wir alles direkt in Ihr Profil ein.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Stellen Sie sie im Erstgespräch, das kostet nichts.

Was ist der Drei-Sekunden-Test für LinkedIn Profile?

Welches Profilbild wirkt auf LinkedIn professionell?

Was sollte ich zuerst ändern, wenn ich wenig Zeit habe?

Wie oft sollte ich mein LinkedIn Profil überarbeiten?

Lieber machen lassen, als alles selbst zu lesen?

Im Erstgespräch schauen wir 30 Minuten auf Ihr Profil und sagen Ihnen ehrlich, was wir ändern würden. Auch wenn Sie danach allein weitermachen.

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