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LinkedIn Profil erstellen: Schritt für Schritt für Unternehmer

Von gefragter.

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8 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Ein LinkedIn Profil erstellen Sie am besten in dieser Reihenfolge: Konto mit einer E-Mail-Adresse anlegen, die Ihnen gehört, Profilsprache festlegen, eigene URL einrichten, dann Profilbild, Banner, Slogan und Info-Text, danach Erfahrung und Featured, zum Schluss Folgen oder Vernetzen als Hauptbutton wählen. Die Technik dauert eine gute Stunde. Länger brauchen die Texte, und die sollten Sie für Kunden schreiben, nicht für Recruiter.

Kurz gesagt

Ein LinkedIn Profil erstellen Sie am besten in dieser Reihenfolge: Konto mit einer E-Mail-Adresse anlegen, die Ihnen gehört, Profilsprache festlegen, eigene URL einrichten, dann Profilbild, Banner, Slogan und Info-Text, danach Erfahrung und Featured, zum Schluss Folgen oder Vernetzen als Hauptbutton wählen. Die Technik dauert eine gute Stunde. Länger brauchen die Texte, und die sollten Sie für Kunden schreiben, nicht für Recruiter.

Warum LinkedIn Sie beim Einrichten in die falsche Richtung schiebt

LinkedIn ist als Netzwerk für Jobs und Karriere groß geworden, und das merkt man beim Anlegen eines Profils bis heute. Sie werden nach Ihrer aktuellen Position gefragt, nach Arbeitgeber, Ausbildung, ob Sie offen für neue Stellen sind. Am Ende steht ein Profil, das sauber aussieht und sich liest wie eine Bewerbung.

Für Angestellte ist das in Ordnung. Für jemanden, der eine Firma führt und Aufträge will, ist es das falsche Ziel. Ihr Besucher ist kein Personaler, der Stationen abhakt, sondern ein möglicher Kunde, der in ein paar Sekunden entscheidet, ob Sie für sein Problem in Frage kommen.

Sie machen also nichts falsch, wenn Sie den Fragen von LinkedIn folgen. Sie bauen nur das Profil für jemand anderen.

Die Reihenfolge, die wir empfehlen

Die Reihenfolge ist nicht heilig. Sie hat aber einen Grund: Erst kommt das, was später nervt, wenn man es ändern muss, und danach das, was Besucher zuerst sehen.

Schritt

Worum es geht

Typischer Fehler

1. Konto

E-Mail-Adresse, echter Name

Mail-Adresse, auf die man in drei Jahren keinen Zugriff mehr hat

2. Profilsprache

Hauptsprache = Sprache Ihrer Kunden

Englisch als Hauptprofil, obwohl alle Kunden aus Bayern kommen

3. Eigene URL

linkedin.com/in/vorname-nachname

Die automatische Version mit Zahlenkette behalten

4. Profilbild

aktuelles Foto, Gesicht groß im Kreis

Ausschnitt vom Hochzeitsfoto

5. Banner

ein Satz zu Angebot und Zielgruppe

Standardmuster oder Stock-Skyline

6. Slogan

wem Sie wobei helfen

„Geschäftsführer bei Muster GmbH“

7. Info-Text

Problem des Kunden und der nächste Schritt

Lebenslauf in Fließtext

8. Erfahrung

aktuelle Firma mit Angebot beschreiben

Aufgabenliste wie im Arbeitszeugnis

9. Featured

Beleg und Kontaktweg

leer lassen

10. Hauptbutton

Folgen oder Vernetzen

nie darüber nachgedacht

Die zehn Minuten, die später am meisten nerven

Nehmen Sie für das Konto eine E-Mail-Adresse, die Ihnen auch in fünf Jahren noch gehört. Bei Unternehmern ist das selten ein Problem, bei Gründern, die vorher angestellt waren, schon öfter, weil das alte Profil noch an der Konzern-Adresse hängt. Hinterlegen Sie in den Einstellungen am besten gleich eine zweite Adresse als Reserve.

Bei der Sprache gilt eine einfache Regel. Ihr Hauptprofil schreiben Sie in der Sprache, in der Ihre Kunden einkaufen. Wenn Sie zusätzlich international verkaufen, können Sie laut LinkedIn-Hilfe ein zweites Profil in einer weiteren Sprache anlegen. Besucher sehen dann automatisch die Version, die zur Sprache ihrer LinkedIn-Oberfläche passt, und wer keine passende findet, landet auf Ihrem Hauptprofil. Zwei Haken dabei: Das geht nur am Desktop, nicht in der App, und übersetzt wird nichts automatisch. Ein englisches Zweitprofil, auf dem nur der Slogan übersetzt ist, wirkt eher halbfertig als international.

LinkedIn URL ändern

LinkedIn vergibt beim Anlegen eine URL mit Ihrem Namen und meist einer angehängten Zahlenkette. Ändern können Sie sie über den Bereich für öffentliches Profil und URL, der rechts oben auf Ihrem Profil sitzt. Laut der LinkedIn-Hilfe zur Profil-URL darf die eigene URL 3 bis 100 Zeichen lang sein, ohne Leerzeichen und Sonderzeichen, und das Wort „LinkedIn“ darf nicht vorkommen. Vergeben wird nach dem Prinzip „wer zuerst kommt“. Wichtig für Leute, die gern herumprobieren: Sie können die URL höchstens fünfmal innerhalb von sechs Monaten ändern, danach ist erst mal Pause. Die alte URL bleibt sechs Monate mit Ihrem Profil verknüpft, alte Links auf Visitenkarten laufen also nicht sofort ins Leere.

Unsere Empfehlung ist unspektakulär: vorname-nachname, notfalls mit Bindestrich und Branche dahinter. Keine Firmennamen, die ändern sich öfter als man denkt.

Das Schaufenster oben auf dem Profil

Profilbild, Banner und Slogan sieht jeder Besucher, bevor er irgendetwas anderes liest. Darum bekommen sie mehr Zeit als alles andere.

Beim Profilbild reicht ein aktuelles Foto, auf dem Ihr Gesicht den Großteil des Kreises füllt und das Licht von vorn kommt. Fürs Banner haben wir einen eigenen Artikel mit Maßen und Beispielen: LinkedIn Banner richtig gestalten. Und der Slogan (bei LinkedIn heißt das Feld „Headline“) ist der Satz, der unter jedem Ihrer Kommentare mitläuft. Der sagt, wem Sie wobei helfen. Nicht, welchen Titel Sie tragen.

Ein Punkt, der beim Einrichten gern untergeht: die Verifizierung. LinkedIn bietet in der App eine Identitätsprüfung über den Dienstleister Persona an, in Deutschland mit Reisepass oder einem neueren Personalausweis mit Chip, die genauen Bedingungen stehen in der LinkedIn-Hilfe zur Verifizierung. Danach kann ein kleines Häkchen an Ihrem Profil erscheinen. Das dauert ein paar Minuten, und bei der Menge an Fake-Profilen, die inzwischen Vernetzungsanfragen verschicken, ist es ein kleines Vertrauenssignal, das nichts kostet.

Wo aus dem Lebenslauf ein Angebot wird

Den Info-Text lesen die meisten nur bis zur Stelle, an der LinkedIn „mehr anzeigen“ einblendet, also die ersten paar Zeilen. Dort muss das Problem Ihres Kunden stehen, nicht Ihr Werdegang. Wie das konkret aussehen kann, zeigen wir in unseren LinkedIn Profil Beispielen mit vier ausformulierten Info-Texten.

Bei der Erfahrung tragen Sie Ihre eigene Firma als aktuelle Position ein. In die Beschreibung gehört, was Kunden bei Ihnen bekommen, in deren Worten. Frühere Stationen dürfen kurz bleiben, außer sie erklären, warum man Ihnen vertrauen sollte: Wer heute Einkaufsabteilungen berät und zwölf Jahre selbst im Konzerneinkauf saß, sollte das ruhig ausführen.

Der Featured-Bereich ist der am meisten unterschätzte Platz auf dem Profil. Sie können dort laut LinkedIn-Hilfe eigene Posts und Artikel anpinnen, Links auf externe Seiten setzen oder Dateien wie eine Präsentation hochladen. Posts müssen dafür bereits veröffentlicht sein, ein frisches Profil hat also erst mal nur Links und Dateien. Fangen Sie mit zwei Kacheln an:

  • einem Beleg, das kann eine kurze Fallstudie sein oder ein Post, der zeigt, wie Sie denken

  • einem Weg zu Ihnen, etwa dem Link zur Terminbuchung

Wer Dienstleistungen anbietet, kann außerdem eine Service-Seite anlegen und dort bis zu zehn Leistungen eintragen, die dann im Profil im Abschnitt Dienstleistungen auftauchen, beschrieben in der LinkedIn-Hilfe. Schadet nicht. Ersetzt aber keinen guten Info-Text, das ist eher ein Verzeichniseintrag.

Was ist aus dem Creator-Modus geworden?

Falls Sie in älteren Anleitungen lesen, Sie sollten als Erstes den Creator-Modus einschalten: Den gibt es so nicht mehr. LinkedIn hat den Schalter 2024 entfernt, die Profil-Hashtags („Spricht über …“) sind gleich mit verschwunden. Laut LinkedIns Hilfeseite zu den Änderungen am Creator-Modus bleiben die Werkzeuge und Statistiken erhalten (für Newsletter oder LinkedIn Live gelten eigene Zugangskriterien), und der Folgen-Link ist in die Kontaktinfos gewandert.

Übrig geblieben ist eigentlich nur eine Entscheidung: Sehen Besucher auf Ihrem Profil zuerst „Folgen“ oder „Vernetzen“? Das stellen Sie unter Einstellungen & Datenschutz, Sichtbarkeit, Follower ein, die Option heißt in der englischen Oberfläche „Make follow primary“ (LinkedIn-Hilfe dazu). Bis die Änderung sichtbar ist, kann es bis zu 24 Stunden dauern. Wer früher den Creator-Modus an hatte, bei dem steht übrigens vermutlich schon „Folgen“ da, ohne dass er es je bewusst gewählt hat.

Und was ist besser? Viele LinkedIn-Tipps sagen pauschal Folgen, weil das nach Reichweite klingt. Wir sehen das für Unternehmer anders. Wer gezielt Kontakte zu möglichen Kunden aufbauen will, braucht Vernetzungen, denn einem Kontakt können Sie schreiben, einem Follower in der Regel nicht. Folgen lohnt sich, wenn Sie schon regelmäßig posten und so viele Anfragen von Leuten außerhalb Ihrer Zielgruppe bekommen, dass Sie mit dem Annehmen nicht mehr hinterherkommen. Vorher eher nicht.

Ab hier: optimieren statt erstellen

Wenn alle zehn Schritte durch sind, steht ein Profil, das für Kunden gebaut ist. Ob es auch wirkt, sehen Sie erst, wenn Besucher kommen. Für diese zweite Runde haben wir eine eigene Checkliste zum LinkedIn Profil optimieren, mit dem Drei-Sekunden-Test, den wir bei jedem Profil als Erstes machen.

Und wenn Sie die Texte lieber nicht selbst schreiben: Bei der LinkedIn-Profiloptimierung führen wir ein Briefing-Gespräch mit Ihnen und liefern Slogan und Info-Text fertig formuliert, das Banner gleich mit, auf Wunsch direkt eingebaut.

Häufige Fragen

Ihre Frage ist nicht dabei? Stellen Sie sie im Erstgespräch, das kostet nichts.

Wie ändere ich meine LinkedIn URL?

Gibt es den Creator-Modus auf LinkedIn noch?

Kann ich mein LinkedIn Profil in zwei Sprachen anlegen?

Sollte ich Folgen oder Vernetzen als Hauptbutton einstellen?

Lieber machen lassen, als alles selbst zu lesen?

Im Erstgespräch schauen wir 30 Minuten auf Ihr Profil und sagen Ihnen ehrlich, was wir ändern würden. Auch wenn Sie danach allein weitermachen.

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